Ehefrau 1.0

Killerapplikation fuer PC-orientierten Junggesellen

Letztes Jahr hat ein Freund von Freundin 1.0 nach Ehefrau 1.0 upgegradet und dabei die Erfahrung gemacht, das letztere Applikation extrem viel Memory verbraucht und nur sehr wenige Systemressourcen uebrig laesst.

Nun fand er ueberdies noch heraus, dass diese Applikation zusaetzliche Child-Prozesse aufruft, was natuerlich noch mehr der ohnehin schon raren Systemressourcen beanspruchen wird. Keines dieser Phaenomene wurde in der Produktbeschreibung oder der Anwenderdokumentation er- waehnt, wenn er auch bereits von anderen Anwendern darauf hingewiesen wurde, dass diese Konsequenzen aufgrund der Natur von Ehefrau 1.0 zu erwarten waeren.

Nicht nur, dass sich Ehefrau 1.0 schon beim Booten einklinkt, wo es zusaetzliche Systemaktivitaeten ueberwachen kann; er musste auch einige Inkompatibilitaeten mit anderen Applikationen wie "Skatabend 10.3", "Besaeufnis 2.5" und "Kneipennacht 7.0" feststellen, die jetzt ueber- haupt nicht mehr laufen. Das System stuerzt einfach ab, wenn er diese starten will, obwohl sie frueher problemlos funktionierten. Bei der Installation bietet Ehefrau 1.0 keinerlei Option, unerwuenschte Plug-Ins wie "Schwiegermutter 1.0" oder "Schwager Beta Release" auszuschalten.

Darueber hinaus scheint die System-Performance jeden Tag mehr und mehr zu schwinden. Die Features, die er in der kommenden Version gerne sehen wuerde, sind:

- ein "Erinnere-mich-nie-wieder" Button - Minimize Button - ein uninstall-Programm, dass es ihm ermoeglicht, Ehefrau 1.0 jeder- zeit ohne Verlust von Cache oder anderer Systemresourcen zu de- installieren - eine Option, den Netzwerktreiber im Multitasking-Modus zu starten, um somit mehr aus der Hardware herauszuholen

Ich persoenlich habe beschlossen, alle Kopfschmerzen mit Ehefrau 1.0 zu vermeiden und bleibe deshalb bei Freundin 2.0. Doch auch hier fand ich einige Probleme: Zunaechst kann man Freundin 2.0 nicht ein- fach ueber Freundin 1.0 installieren. Zuerst muss Freundin 1.0 sauber deinstalliert werden. Andere Anwender behaupten, dies sei ein be- kannter Bug, dessen ich mir haette bewusst sein muessen. Offenbar ver- ursachen beide Versionen von Freundin Konflikte beim gemeinsamen Zugriff auf I/O-Ports. Man sollte eigentlich meinen, ein so dummer Fehler duerfte laengst behoben sein. Doch es kommt noch schlimmer: Der Uninstall von Freundin 1.0 laeuft nie zuverlaessig. Er laesst immer wieder Reste des Programms im System zurueck.

Eine anderes Problem: Alle Versionen von Freundin erzeugen in unregelmaessigen Abstaenden eine laestige Aufforderung zur Registrierung, die auf die Vorteile des Upgrades auf Ehefrau 1.0 hinweist.

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